„New Work führt immer über die persönliche Transformation“ schreibt Ralf Metz auf Xing. Er meint damit, dass das mechanische Anwenden von neuen Werkzeugen und Methoden (wie SCRUM, Design Thinking oder Holokratie) nur das System ändert, aber keine wirksame Transformation erreicht. Hierzu sind tiefgreifende Verhaltensänderungen der beteiligten Menschen notwendig. Auch im agilen Manifest ist dies bereits festgehalten: „Individuen und Interaktionen schätzen wir mehr als Prozesse und Werkzeuge“.

In den letzten Jahren, mit der zunehmenden Digitalisierung, ist der Begriff „New Work“ aus seinem Nischendasein herausgetreten und neu belebt worden. Allerdings wird er nun fast inflationär verwendet und allgemein mit „Arbeit 4.0“ gleichgesetzt. Darunter werden sowohl die von Frithjof Bergmann erdachten Konzepte des selbstbestimmten und sinnhaften Arbeitens gesehen, ganz zum Leid von dem Philosophie-Professor und Begründer der «New Work»-Bewegung. „New Work wird heute wie Lohnarbeit im Minirock gehandhabt.“ Auch auf der New Work Experience wurde das Thema heiß diskutiert. Meine Erfahrungen und Sichtweisen teile ich hier gern mit Ihnen.

Vom 28. bis 29. März 2019 fand an der TU Hamburg-Harburg das Corporate Learning Camp (#CLC19HH) statt. 300 Teilnehmer aus dem Bereich Learning und Development sowie Dienstleister im Bereich digitaler Lernangebote wurden auf diesem als BarCamp organisierten Event zu Teilgebern und füllten an zwei Tagen die zunächst leeren Sessionpläne mit fast 100 (!) Sessions.

„Vernetztes Denken, Kreativität und Selbstmanagement der Mitarbeiter sind entscheidend für die Innovationskraft von Unternehmen. Die neue Arbeitswelt ist eine Welt der Wissensarbeit und deshalb müssen wir Wissensarbeitern, die bestmöglichen Bedingungen für ihre Arbeit bieten“ – so schreibt Microsoft (siehe #worklifeflow *) und das bringt den allgemeinen Aufbruch in die Wissensgesellschaft und den damit verbundenen Wandel in eine neue Arbeitswelt gut auf den Punkt. Und so ist es nur konsequent, dass Microsoft diese Erkenntnis auch in einem neuen Bürokonzept umgesetzt hat (Smart Workspace).

Teil 4 der Serie „Der digitale Arbeitsplatz als Erfolgsfaktor für New Work“ gibt Anstöße für die richtige Wahl der Organisationsform, der benötigten Verankerung im Unternehmen sowie dem richtigen Maß zwischen klassischen und agilen Methoden. Der Einstieg in den Life Cycle eines New Work Digital Workplace runden das Thema ab.

Teil 3 der Serie „Der digitale Arbeitsplatz als Erfolgsfaktor für New Work“ stellt die Frage, ob eine kontinuierliche Weiterentwicklung eines digitalen Arbeitsplatzes ohne Erfolgsmessung überhaupt möglich ist. Welche neuen Methoden heute im Unternehmensumfeld nutzbar sind, um die Akzeptanz von New Work Arbeitsweisen zu messen sowie Stärken und Schwächen zu identifizieren, wird ebenfalls diskutiert.

Teil 2 der Serie „Der digitale Arbeitsplatz als Erfolgsfaktor für New Work“ stellt dar, wie ich von der eigenen Vision unter Berücksichtigung agiler Methoden eine solide Basis für eine kontinuierliche Entwicklung des digitalen Arbeitsplatzes 4 New Work lege. Die Bedeutung von Fähigkeiten versus Use (Business) Cases in der heutigen schnelllebigen Zeit wird herausgearbeitet sowie eine effektive Anforderungsanalyse thematisiert.

Das Thema New Work ist gerade in aller Munde und wirkt ein wenig, wie der heilige Gral der Arbeit. Am Anfang waren viele Diskussionen noch stark Werkzeug getrieben, indem die Software helfen soll, die Kommunikation und die Zusammenarbeit zu verbessern. Mobiles Arbeiten steht über Smartphones und Tablets bereit, da kaum eine Anwendung heute nicht als App verfügbar ist. Also alles eine heile Welt. Also alles ganz einfach und los geht’s…