Produktivität flexibel steigern mit der On Demand Virtual „Alternative“ Workforce

Produktivitäts- und Personalengpässe kommen bei Unternehmen immer wieder vor. Bei aufstrebenden Unternehmen werden Sie gerne „Wachstumsschmerzen“ genannt und als Nebenerscheinung des Erfolgs „akzeptiert“. Um diese Arbeitsspitzen und Engpässe zu meistern ist eine Skalierung der Arbeitskapazitäten durch Überstunden des Teams und/oder zusätzliches Personal nötig. Die Rekrutierung von passenden Mitarbeitern kann trotz aller Möglichkeiten heute, einige Zeit beanspruchen. Besonders wenn Unternehmen sich bei der Rekrutierung auf lokale Kräfte im eigenen Büro einschränken, das Potenzial des globalen Talentpools & virtuelle Arbeitsformen nicht nutzen.

Die Gigeconomy wird erwachsen und bringt die Virtual Workforce zur Welt

Neue Möglichkeiten für Personen, Teams und Unternehmen auf Arbeitsspitzen, Produktivitätsengpässe oder Kompetenzlücken zu reagieren, bietet die Erscheinung der sogenannten Gigeconomy und die zugrundeliegende Virtuelle Workforce. Die Verschiebung zu Cloudstrukturen und die zunehmende Digitalisierung der Arbeitsprozesse befördern den Aufstieg von neuen Arbeitsmodellen in der Gigeconomy. Das große Beratungsunternehmen Deloitte berichtet in seinem aktuellen 2019 Human Capital Trendreport über die wachsende Bedeutung der Gigeconomy und der virtuellen „Alternative Workforce“ und empfiehlt die Potenziale dieser neuen Arbeitsformen mit digitalen Plattformen in die unternehmenseigene Personalstrategie als langfristige Komponente einzubeziehen. Eine ähnliche Empfehlung hatte Accenture in seinem 2017 Technology Vision Report ausgerufen. Die im Berichten erwähnten Freelancer-und Projekt-Plattformen wie upwork, freelancer, peopleperhour, fiverr und einige weitere Anbieter bieten Auftraggebern eine sehr gute Möglichkeit Projektarbeiten und Einzelaufgaben im Bereich Texte, Design und Programmierung an ein weltweites Talentpool an Dienstleister oder freien Mitarbeiter zu vergeben. Der Nutzer kann dabei sein Projekt zur Ausschreibung einstellen und auf Angebote von Dienstleister warten, oder er geht mit zahlreichen Suchfilteroptionen aktiv auf Suche nach passenden registrierten Profilen. Die Branche boomt. Die israelische Plattform Fiverr hat vor Tagen ihren NYSE Börsengang vollzogen. Die Aktien wurden am ersten Tag 90% über Ausgabepreis gehandelt. Laut dem HR-Blog TalentPro steht auch die größere amerikanische Plattform upwork kurz vor dem Börsengang. Im Jahr 2018 hat upwork einen Auftragsvolumen von 1,57 Milliarden USD an seine 12 Millionen registrierten Freelancer vermittelt.

Viel hilft nicht immer viel und die Qual der Wahl

Das Angebot an Freelancer auf diesen digitalen Plattformen ist mittlerweile riesig und die Suche und Auswahl des passenden Freelancers/Dienstleister wird zunehmend schwierig, zeitintensiv und risikoreicher bzw. ungenau. So dass, trotz großer Quantität an Freelancer und Dienstleister, sich Unternehmen bzw. Auftraggeber nach einer Adecco-Umfrage in 2017, über die Qualität der Freelancer-Profile und dem Service-Angebot dieser Plattformen beklagen. Nur 16% der befragten Unternehmen setzen diese digitalen Möglichkeiten der Rekrutierung von freien Mitarbeiter ein. Jedoch ganze 50% der befragten Unternehmen kannten diese Möglichkeit gar nicht. Von den Unternehmen, welche digitale Plattformen bereits nutzen, wünschen sich dennoch 66% eine bessere Qualität der Freelancer und besseren Service seitens der Plattformen. Die Plattformen versuchen mit erweiterten höherpreisigen Premiumlösungen ihr Vermittlungsservice entsprechend anzupassen

Entwicklungen der On Demand Virtual Workforce

Neben den erwähnten größten Plattformen entwickeln sich weitere neue Angebote, welche noch Nischenstatus genießen. Das Qualitäts- und Auswahlproblem der großen Plattformen haben zum Beispiel andere deutsche HR Tech Unternehmen aufgenommen und Lösungen hierfür gefunden. Zum Beispiel wählt der Anbieter WorkGenius anhand von Angaben des Auftraggebers die optimalen Freelancer durch eine eigene Künstliche Intelligenz automatisch aus und weist die Aufträge zur Bearbeitung zu. Das Hamburger Unternehmen verspricht Projektstarts innerhalb von Minuten. Einen intensiveren Ansatz hat das Unternehmen my-vpa aus Köln. Nach einem Online-Registrierungsprozess wird mit dem Kunden Kontakt aufgenommen und ein individuelles Bedarfsgespräch gesucht. Dieses Gespräch dient

dazu die passende Virtuelle Workforce-Lösung für den Kunden zu bestimmen. Dies kann bei my-vpa eine fest zugewiesene einzelne Person, ein sogenannter VPA oder ein komplettes virtuelles Assistententeam sein. Die my-vpa Plattform, auch als mobile App, ermöglicht mit dem VPA und jedem zugewiesenen Virtuellen Assistenten zu kommunizieren, Aufgaben zu delegieren und zu verwalten. Die Abrechnung erfolgt minutengenau über Aufgabenbudgets und Arbeitsfortschritte werden im System protokolliert. Eine Multi-User-Funktion erlaubt es Kunden weitere Kollegen zur Plattform einzuladen und seine Virtuelle Workforce mit Kollegen zu teilen.  Somit können Unternehmen eigene Teams mit einer my-vpa Lösung sehr einfach und schnell zentral aufbauen und mit eigenen Budgets verwalten. my-vpa Kunden werden zudem von einem Kundenbetreuer jederzeit aktiv unterstützt. Zum Beispiel wird die große Herausforderung der Ersatzregelung bei Ausfall eines VPAs von my-vpa komplett geregelt. Dieser Fullservice-Ansatz ermöglicht Unternehmen nun auch operative Funktionen, wie z.B. Kundenservice, Auftragsbearbeitung, CRM Support, Fibu-Support und weitere, zuverlässig mit einer On-Demand Virtual Workforce zu stärken und skalieren.

Die „Virtual Workforce“ ist hochqualifiziert, als OnDemand-Plattform organisiert und ein paar Klicks entfernt

Viele Jahre lang sahen die Menschen die freien Projektjobs auf den Projektbörsen als „alternative Arbeit“ an, die als gelegentliche Zusatzjobs zum Voll- oder Teilzeitjob genutzt wurden. Heute sind die Aktivitäten dieser Marktplätze stark angestiegen und es etabliert sich für viele Menschen als alternative Haupteinnahmequelle. Aus dem Wachstum, sowohl auf Angebot und Nachfrage-Seite, sind attraktive, flexible und stabile Arbeitsmöglichkeiten entstanden. Das Thema Flexibilität sowohl zeitlich als auch geografisch ist ein großer Anreiz für die Auftragnehmern dieser Arbeitsplattformen. Auf Arbeitgeberseite war Flexibilität schon immer gerne gesehen. Solche Win-Win Situationen sind Voraussetzungen für einen funktionierenden Markt.

Gastbeitrag von Luis Miranda

Co-Founder & Head of Business Development
my-vpa GmbH
Mail: luis.miranda@my-vpa.com
Tel.: +49 2205 9424-001

New Work Redaktion

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