Der Gedanke, agil vorzugehen ist nicht neu und wurde schon vor Jahrzehnten in der Produktion und später in der Softwareentwicklung eingesetzt. Das „Manifest für Agile Softwareentwicklung“ bringt die Grundprinzipien auf den Punkt und hat eine Revolution, in der Art wie Software entwickelt wird, ausgelöst. Aufgrund des großen Erfolges dieser Prinzipien und der Bedeutung von Software für alle Branchen und Lebensbereiche im Rahmen der Digitalisierung, erleben wir aktuell ein Anwenden dieser Grundprinzipien auch in anderen Unternehmensbereichen.
Aber was genau kann das bringen und wie kann man diese „agile Transformation“ im Unternehmen angehen?

Der Schlüssel zum erfolgreichen Change Management liegt in der klaren Zieldefinition, der für alle Mitarbeiter sinnhaften Change Story sowie den darauf abgestimmten Maßnahmen in den Bereichen Kommunikation, Befähigung und Begleitung. In diesem Artikel möchte ich auf die Rolle der Change Story eingehen und aufzeigen wie diese in geeigneten Kommunikationsmaßnahmen Verwendung finden kann. Dabei wird nicht zuletzt erwähnt, dass neben der Kommunikation auch die Befähigung und Begleitung eine zentrale Rolle spielt.

„New Work führt immer über die persönliche Transformation“ schreibt Ralf Metz auf Xing. Er meint damit, dass das mechanische Anwenden von neuen Werkzeugen und Methoden (wie SCRUM, Design Thinking oder Holokratie) nur das System ändert, aber keine wirksame Transformation erreicht. Hierzu sind tiefgreifende Verhaltensänderungen der beteiligten Menschen notwendig. Auch im agilen Manifest ist dies bereits festgehalten: „Individuen und Interaktionen schätzen wir mehr als Prozesse und Werkzeuge“.